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Silence im Interview
von TWISTER - am Mittwoch 01.04.2009 - 23:59 Uhr
0 Kommentare

175 mal gelesen


Unbenanntes Dokument
 




Sebastian
21 Jahre
Deutschland
München
Corporate Design 
eMarketing Freiberufler 


 


inFACT:

Hallo Silence,

danke, dass du dir Zeit genommen hast, um an unserer Interviewreihe "Wer bin ich und was mach ich hier?" teilzunehmen.

Stell dich doch mal kurz unseren Lesern vor.


Silence:

Freunde und Bekannte kennen mich als Basti. Ich bin 21 Jahre jung und ein waschechter Münchner. Nach meinem Zivildienst arbeite ich nun vornehmlich freiberuflich in der Marketing- und Corporate Design Branche. Zum Wintersemester möchte ich dann ein Volkswirtsschaftsstudium in München oder Augsburg anhängen.
In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit Freunden. So sind wir in Kinos, Clubs oder in unserem Partykeller anzutreffen. Aber natürlich verbringe ich auch viel Zeit vor dem Computer. Zum einen aus beruflichen Gründen, aber auch gerne mal um für den inFACT e.V. tätig zu werden oder zu einem abendlichen Gather.


inFACT:

Na dann hast du ja eine gute Mischung zwischen Real Life und PC gefunden.
Du bist einer der Mitgründer von inFACT. Was kannst du uns darüber erzählen? Wie kam es dazu?


Silence:
Ende 2002 entstand ursprünglich die Idee eines neuen innovativen Clans auf einer Subway Serviette. Wohl auch deshalb konnte sich zu dieser Zeit niemand vorstellen, dass diese Idee in naher Zukunft wirklich Gestalt annehmen würde.
Nachdem die Gründer ein Ravenshield-Team aufbauen wollten, dieses Spiel aber noch nicht im deutschen Handel veröffentlicht wurde, widmete ich mich vorweg der Gestaltung der Webpage die uns später den Einstieg in die (damals noch zahlreichen) Onlineligen erleichtern sollte.
inFACT war damit geboren! Wir stiegen aber bereits ein Jahr später komplett auf Counter-Strike um.


inFACT:

Wir haben sogar das Bild zu dieser witzigen Serviette auftreiben können. Es zeigt vor allem die ersten Vorstellungen der Internetpräsenz für die du zuständig warst. Gehört die Betreuung der Webpage auch in der heutigen Zeit noch zu deinem Aufgabenbereich?

Silence:

Bedingt durch meine berufliche Zeiteinschränkung habe ich bereits vor langer Zeit viele wichtigen Aufgaben an andere und neue Kollegen abgegeben. Im Moment konzentriere ich mich für inFACT auf den Bereich des Vertriebscoaching, Contractmanagement und auf die damit eingehenden Verwaltungsaufgaben die durch den Vereinsstatus entstehen.


inFACT:

Der Clan ist bemerkenswert gewachsen, da können die Aufgabenbereiche gut verteilt werden.
Du bist also vorwiegend im Managementbereich tätig und spielst nicht aktiv. Aus welchem Grund spielst du nicht in einem Team?

  

Silence:

Ich habe schlichtweg nicht die Zeit einem aktiven Team beizutreten ohne dieses durch ständige Trainingsabsagen oder Terminverschiebungen herunterzuziehen. Außerdem macht mir die Managementaufgabe beim inFACT e.V. nicht nur Arbeit, sondern durchaus auch Freude, was die mangelnde "Daddelzeit" kompensiert.


inFACT:

Das ist natürlich verständlich.
Wenn du spielst, was spielst du und warum?


Silence:

Einige Male im Monat spiele ich mit langwierigen inFACT-Mitgliedern ein, zwei oder mehrere Counter-Strike 1.6 Gather. Es macht einfach Spaß und ist unverbindlich. CS spiele ich bereits seitdem es auf CD zu kaufen ist und bin auch zur Ravenshieldzeit nicht von Counter-Strike IRC-Wars oder Publicspielchen abgekommen.
Eine zweite Leidenschaft gilt der Command and Conquer Reihe. Hier leidet die Motivation jedoch nicht nur an dem Zeitmangel, sondern auch an der spaßraubenden Entwicklungspolitik von Electronic Arts.


inFACT:

Wie findest du das neue Design der ESL-Page?


Silence:

Da ich nicht jeden Tag diese Seite besuche, klicke ich mich jedes Mal mehrere Minuten lang durch die Links um die Informationen zu finden die ich suche. Im Hinblick darauf, dass die ESL eine gigantische Menge an Daten anzeigen und anbieten möchte, gelang ihr der Erhalt des Aufbaus aber noch recht gut. Das überfällige neue Logo finde ich im Gegensatz zu vielen Anderen jedoch gut gelungen.


inFACT:

Nun zu einem tragischeren Thema. Was waren deine ersten Gedanken, die dir durch den Kopf gingen, als du von dem Amoklauf in Winnenden gehört hast?


Silence:

Ich saß gerade im Büro und hatte einen Nachrichtensender nebenher laufen. Die dramatische Nachricht erschütterte mich. Es ist sehr traurig, dass junge Menschen, in eine solch aussichtslose Situation geraten können, dass sie nicht nur sich, sondern auch andere Menschen gefährden oder gar töten.


inFACT:

Günter Jauch hat zu dem Thema, in der Sendung SternTV gesagt: "Ich habe das Gefühl, dass wir uns in regelmäßigen Abständen hier treffen und über das selbe Thema reden und wir immer die selben Antworten zu hören bekommen." Glaubst du, dass es einfach zum Bestandteil der Zukunft gehört, dass so etwas alle Jahre wieder passiert oder das etwas Bewegendes getan wird damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen?

Silence:
Leider wird Herr Jauch dabei Recht behalten. Solange bestehende Gesetze nicht den neuen Voraussetzungen angepasst werden, wird sich früher oder später wieder so eine schreckliche Tat ereignen.
Leider kann die Politik keine einschneidende Gesetze verabschieden. Dies liegt meiner Meinung nach vor allem daran, dass wir uns im Beginn der Wahlkampfphase befinden und jedes notwendige Gesetz eine andere bestimmende Lobby  einschränkt. Das zieht sich von der jungen Computerspieler-, über die Schützenverein- bis hin zur Schülerlobby.

inFACT:

Viele Spieler sehen die Gesetze jetzt schon als sehr streng an. Deutschland hat den strengsten Jugendschutz in Europa. Welche Gesetze sollten deiner Meinung nach geändert werden? 


Silence:
Der Fakt, dass ein Mensch 15 Schusswaffen zuhause hat, wirft für mich die Frage auf, ob nicht dieses Bedürfnis bereits einige psychologischen Grenzwerte überschreitet. Meiner Meinung nach braucht niemand auf der Welt im Privaten eine Schusswaffe. Hier müssten die Gesetze dramatisch angepasst werden.
Abgesehen von diesem fehlgeleiteten Schutzbedürfniss, müssen Eltern mehr in die Verantwortung gezogen werden. Wenn ein 14 Jähriger ein brutales Spiel erwerben kann (was er auch irgendwie wird, wenn er es will), müssen die Eltern darauf achten, dass ihr Kind dieses Spiel eben nicht spielt. Harten Alkohol wird es schließlich auch nicht konsumieren dürfen, auch wenn das natürlich nicht vergleichbar ist.
Man darf bei dieser Diskussion aber auch nicht vergessen, dass es Amokläufe auch schon vor "Pong" gab. Solche Ausraster werden uns leider solange verfolgen, wie es psychisch labile Menschen gibt. Das soll und kann natürlich Nichts entschuldigen.

inFACT:

Danke, dass du dir für die Fragen Zeit genommen hast und uns an deiner Meinung teilnehmen hast lassen. 


Silence:
Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Interesse und freue mich bereits auf die folgende Ausgabe deiner Interviewreihe.
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